Institut für gleichstellungsorientierte  Prozesse und Strategien Harriet Taylor Mill-InstitutHarriet Taylor Mill-Institut
Laufende Projekte    
Abgeschlossene Projekte

„Gender-Kompetenz für Hochschulräte“ (GeKo HR)

An der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin (FB Allgemeine Verwaltung) wurde in Zusammenarbeit mit GPS e.V. das Projekt „Gender-kompetenz für Hochschulräte“ durchgeführt. Das Projekt zielte auf die Vermittlung von praxisorientiertem, aufgabenbezogenem Wissen sowohl für die personelle Gleichstellung als auch für die Integration von Gender in die Forschung und Lehre. Es richtete sich an Mitglieder von Hochschulräten/Kuratorien unabhängig von deren Geschlecht.

Auch wenn Hochschulräte bzw. Kuratorien keinen direkten Einfluss auf Entscheidungen zum wissenschaftlichen Personal nehmen, können sie durch eine gleichstellungsorientierte Wahrnehmung ihrer Aufgaben eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung von Geschlechter-gerechtigkeit  in der Hochschulentwicklung spielen. Ihre Entscheidungen oder beratende Beschlüsse zu Haushalts- und  Strukturplänen, die Einrichtung und Aufhebung von Fakultäten, Instituten und Zentraleinrichtungen gestalten wesentliche Rahmenbedingungen für die Karrierechancen auch von Wissenschaftlerinnen. Und sie betreffen ganz direkt die Entwicklungsmöglichkeiten der Gender-Forschung im engeren und einer gender-sensiblen Wissenschaft im weiteren Sinne. 

Bisher gibt es noch kaum wirksame Verpflichtungen für eine gleichstellungsorientierte Arbeit von Hochschulräten/ Kuratorien. Abgesehen von engagierten Einzelpersonen – nehmen die Hochschul-räte ihren Einfluss daher nur selten gleichstellungsorientiert wahr.
Das Projekt „Gender-Kompetenz für Hochschulräte“ leistete einen Beitrag, um das Potenzial von Hochschulräten für eine gleichstellungsorientierte Hochschulentwicklung systematisch zu aktivieren. Es wurde davon ausgegangen, dass durch unterschiedliche Aufgabenprofile, Zusammen-setzungen und Besetzungsverfahren in den Bundesländern Hochschulratsmitglieder und Hochschul-räte unterschiedlichen Rationalitäten folgen. Daher wurden wissenschaftliche, juristische, politische und ökonomische Argumente für die Durchsetzung personeller Gleichstellung und die Integration von Gender in Forschung (und Lehre) systematisch aufbereitet. Auf der Basis einer wissenschaftlichen Auswertung wurden zu ausgewählten Aufgabenbereichen von Hochschulräten schriftliche Materialien zu gleichstellungsfördernden Maßnahmen erstellt.

Am 29.04.2016 wurde eine eintägiges Vernetzungs- und Kompetenzbildungstreffen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin mit Mitgliedern von Hochschulräten und weiteren Multiplikator_innen durchgeführt.

Neben dem GPS e.V. kooperierte das Projekt mit der Austauschplattform für Hochschulräte – dem Forum Hochschulräte des Stifterverbandes sowie dem Harriet Taylor Mill-Institut.
Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 01.08.2015 bis zum 30.06.2016 unter dem Förderkennzeichen 01 FP1454 finanziert.

Kontakt:
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Berlin School of Economics and Law
Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin
Germany

Dr. Karin Hildebrandt                     E-mail: hildebrandt@gleichstellungsinstitut.de
                                                  
Dipl.-Psych. Jochen Geppert          E-mail: geppert@gleichstellungsinstitut.de
                                                  
Petra Boykova Dimitrova               E-mail: dimitrova@gleichstellungsinstitut.de
                                                  
Informationsmaterial zum Projekt finden  Sie  unter:  www.hochschul-raete.de

Links:
Forum Hochschulräte: www.forum-hochschulraete.de
Harriet-Taylor-Mill-Institut der HWR: www.harriet-taylor-mill.de

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse sowie den Schlußbericht finden sie hier.



Schulsozialarbeit und schulbezogene Jugendarbeit als Bausteine zur Bearbeitung und Vermeidung von Diskriminierung

Das Forschungsvorhaben nimmt Schulsozialarbeit und schulbezogene Jugendarbeit in den Fokus und fragt, ob und unter welchen Bedingungen diese einen Beitrag zur Bearbeitung und Vermeidung von Diskriminierung in Schule und zugehörigem Sozialraum leisten können. Das Forschungsprojekt (2014 – 2015) wird aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert. Die wissenschaftliche Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Bettina Müller und Prof. Dr. Regine Morys von der Hochschule Esslingen sowie Prof. Dr. Susanne Dern von der Hochschule Fulda. Dr. Ulrike Spangenberg ist mit einer Expertise zu den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Vermeidung von und zum Umgang mit Diskriminierung an Schulen beteiligt.

Von GPS-Mitgliedern  wurden folgende Projekte erfolgreich bearbeitet:


Prof. Dr. Friederike Maier:
Grundlagen für einen europäischen Gleichstellungsindex
Projekt zusammen mit Prof. Dr. Janneke Plantenga, Universität Utrecht und Prof. Colette Fagan (PhD), University of Manchester für das Europäische Gleichstellungsinstitut in Vilnius, 2011/2012
 
Dr. Gertraude Krell, Uni-Prof. a. D.:
Mitglied der Steuerungsgruppe des LADS-Projektes "ViVE Vielfalt in der Verwaltung"
 
Dr. Edding, Cornelia / Jochen Geppert:
(Ver-)Führung zur Chancengleichheit. Ein Wegweiser für Führungskräfte.
Hörbuch, Projekt mit Bertelsmann Stiftung
 
Prof. Dr. Claudia Gather:
"Der Erfolg selbständiger Frauen"
Hochschule für Wirtschaft und Recht; Laufzeit 01.09.2011 bis 01.03.2014
 
Dr. Karin Hildebrandt, Petra Dimitrova:
Männliche Forschung – „weibliche“ Lehre? Konsequenzen der Föderalismusreform für
Personalstruktur und Besoldung am Arbeitsplatz Hochschule (LehrWert)

Institut für Hochschulforschung Wittenberg an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e. V.; Laufzeit 01.06.2010 bis 31.05.2013
 
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